VATS-Lobektomie

Thoraxchirurgie

Leiter:
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Horia Sirbu

VATS-Lobektomie / VATS-Lobectomy

Moderne minimal-invasive Lungenchirurgie am Universitätsklinikum Erlangen, Thoraxchirurgische Abteilung, am Beispiel einer Videothorakoskopischen Trisegmentresektion ("VATS - Lobektomie, VATS - Trisegmentektomie").

VATS-Lobektomie

In der Thoraxchirurgischen Abteilung der Chirurgischen Universitätsklinik Erlangen können auch technisch hoch anspruchsvolle Lungenoperationen auf endoskopische Weise (VATS: Videoassistierte Thoraxchirurgie) vorgenommen werden.

Die Technik der VATS – Lobektomie/Lappenresektion (engl. VATS lobectomy) ist hier als Standardeingriff etabliert und wird bei Frühstadien des Lungenkrebses erfolgreich eingesetzt wie auch bei einer Vielzahl anderer anatomischer Lungenoperationen (Segmentresektionen, Lappenresektionen).

Die folgenden Videosequenzen und Skizzen zeigen den Ablauf einer Entfernung des linken Lungenoberlappens durch eine endoskopische, anatomische Lungenoberlappenresektion (VATS-Lobektomie) mit Erhalt der Lingula, eine sogenannte Trisegmentresektion.

Der linke Lungenoberlappen besteht aus 5 Lungensegmenten, die von 1 bis 5 nummeriert sind. Die Segmente 1 – 3 entsprechen dem rechten Lungenoberlappen. Die Segmente 4 und 5 entsprechen dem rechten Lungenmittellappen und werden ihrer Form wegen, die an eine Zunge erinnert, „Lingula“ genannt (lingula lat. für Zunge).

Diese VATS-Lobektomien werden vorgenommen, um Lungenkrebs zu entfernen. Bei kleinen Tumoren des linken Oberlappens ist eine Entfernung nur der Segmente 1 bis 3 zulässig, denn sie ist onkologisch gleichwertig. Mit dieser technisch anspruchsvollen Operation können durch Erhalt der Lingula 40% des Oberlappens erhalten werden.

Bei der VATS-Lobektomie wird über eine Kamera in den Brustkorb („Thorax“) geschaut und das aufgenommene Bild auf einen Monitor übertragen. Die Operateure schauen auf diesen Monitor und operieren durch kleinste Schnitte.

Die bei herkömmlichen Lungenoperationen notwendige Eröffnung des Brustkorbes mit einem großen Schnitt und mit Auseinanderspreizen der Rippen entfällt bei der VATS-Lobektomie. Die Patienten erholen sich wegen der sehr viel geringeren Wunde („Operationstrauma“) sehr viel schneller. Auch sind die durch die Operation hervorgerufenen Schmerzen deutlich geringer. Deshalb konnte z. B. dieser Patient zwei Tage nach der VATS-Lobektomie entlassen werden, während konventionell operierte Patienten deutlich länger im Krankenhaus bleiben müssen (eine Woche oder mehr).

Bei einer anatomischen Lungenteilentfernung müssen die „Versorgungsleitungen“ durchtrennt werden, die das Blut und die Atemgase in die Lunge und aus ihr heraus transportieren. Dies sind die Blutgefäße und die Luftröhrenäste (Bronchien).

Die einzelnen Blutgefäße und Bronchien werden mit Nummern bezeichnet, die beschreiben, welchen Teil der Lunge, d. h. welches Segment sie versorgen.

Der Bronchus B1 transportiert die Atemgase in das Segment (S1). Die Lungenarterie A1 transportiert das sauerstoffarme Blut in das Lungensegment 1 hinein, über die Segmentvene V1 verlässt das Blut, mit Sauerstoff angereichert wieder die Lunge.

Für eine operative Entfernung der Segmente 1-3 müssen also die Lungenarterien A1, A2 und A3, die Lungenvenen V1, V2 und V3 sowie die Segmentbronchien B1, B2 und B3 durchtrennt werden. Und es müssen die Arterien, Venen und Bronchien der Lingula (Segmente 4 und 5) erhalten werden. Andernfalls würde die Lingula nicht mehr mit Blut oder Atemgasen versorgt werden, dann wäre sie funktionslos.

Alle diese Operationsschritte können endoskopisch vorgenommen werden, wie Sie anhand des Videofilmes verfolgen können. Darüber hinaus ist gut erkennbar, wie bluttrocken eine solche VATS-Lobektomie durchgeführt werden kann.

 
 
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Zusammenfassung