Resektion des Bronchialkarzinoms

Thoraxchirurgie

Leiter:
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Horia Sirbu

Onkologische Chirurgie des Bronchialkarzinoms (Lungenkrebs)

Zugang zum Pancoast-Tumor nach Dartevelle

Mit zunehmendem Durchschnittsalter der Bevölkerung nimmt die Häufigkeit des Bronchialkarzinoms weiter zu. Neben den beruflichen Schadstoffen gilt das Rauchen als der wichtigste Risikofaktor für die Entstehung der Erkrankung. Unsere Abteilung beschäftigt sich seit mehreren Jahren auch wissenschaftlich mit dem Thema der optimalen Behandlung des Bronchialkarzinoms vor allem im fortgeschrittenen Alter. Zu diesem Thema haben wir einige wissenschaftliche Arbeiten und Beiträge auf internationalen und nationalen Kongressen veröffentlicht. Die onkologische Behandlung des Bronchialkarzinoms in unserer Abteilung beinhaltet folgende Verfahren:

  • Standardisierte Eingriffe mit Lungenresektion einschließlich der unabdingbaren radikalen Lymphknotenresektion regional und im Mediastinum.
  • Erweiterte Eingriffe (bronchoplastische und angioplastische Eingriffe sowie Manschettenresektionen), Brustwandresektionen und Resektionen vom Vorhof, Perikard und Zwerchfell.
  • Pancoast-Tumoren via anterozervikale Thorakotomie nach Dartevelle.
  • Bei ausgedehnten Befunden wird nach multimodalem Therapiekonzept interdisziplinär eine neoadjuvante Behandlung von Bronchialkarzinomen (Lungenkrebs) mit Chemotherapie, Bestrahlung und anschließender Operation durchgeführt.

Mit Hilfe der Manschettenoperation werden die tumorbefallenen Lungenareale unter Beachtung der Radikalitätskriterien entfernt. Die verbleibenden gesunden Anteile der Lunge in der Peripherie werden operativ in den Bronchial- und Gefässbaum re-integriert. Bei Patienten mit einer fortgeschrittenen Tumorerkrankung kann durch diese Technik oft die Entfernung eines gesamten Lungenflügels vermieden werden. Den Patienten mit eingeschränkter Lungenfunktion wird durch diese Vorgehensweise eine potentiell heilende Operation bei gleichzeitig maximaler Resektion angeboten. Die Patienten mit risikoreichen Begleiterkrankungen scheiden ebenfalls von einer Operation nicht primär aus, weil durch diese Operationsmethode die größtmögliche Gasaustauschfläche erhalten und die Leistungsfähigkeit weniger beeinträchtigt wird.

 
 
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
 
 
 
Bitte tragen Sie Ihren Namen und gültige E-Mail-Adresse(n) ein!
X zum Schließen

Zusammenfassung